Osprey
 
Osprey
 
home on Nokomis Beach

Osprey - eine Community benannt nach dem  Fischadler

Osprey ist eine 6,000 Seelengemeinde  im Süden von Sarasota gelegen. Das 15,8 qkm große Areal liegt an der "Little Sarasota Bay" und dem Intracoastal Waterway. Mehr als 10 % der Fläche sind mit Wasser bedeckt. Dieser Umstand ist nicht unbedingt von Nachteil, denn dadurch gibt es viele Grundstücke direkt am Wasser oder zumindest mit Wasserblick. 


Der Immobilienmarkt per se ist sehr vielfältig in Osprey. Es ist  nicht ungewöhnlich wenn eine neue Super-Immobilie direkt neben einem 50-er Jahre Ranchstyle - Haus errichtet wurde. Es gibt Communities mit Multimillion- Dollar Einfamilienhäusern und Condos, und es gibt Communities mit relativ billigen "Manufactured Homes" (Häuser aus Fertigbauteilen errichtet). Daraus resultierend ist der Stil der Häuser  sehr unterschiedlich. 


Man kann darüber streiten, ob diese Vielfalt dem Wertzuwachs der teuren Immobilie nützt oder nicht, die billigeren Häuser profitieren jedoch fast immer vom Upgrade der Nachbarschaft. Wie auch immer, neuere Entwicklungen nehmen ihren Lauf und den neuen Communities müssen die alten weichen. In sofern wird sich diese Frage in einer mittleren Zeitspanne sowieso nicht mehr stellen.

Zum Verkauf stehende Immobilien in Osprey

Historic Spanish Point, Oscar Scherer State Park und Blackburn Point Bridge

Osprey hat zumindest auch etwas Geschichte und Natur zu bieten. Erwarten Sie jedoch keinen "Thrill", aber für einen bewölkten Tag ist es allemal ein Erlebnis. Keine Dinosaurier (es sei denn, man zählt Alligatoren dazu), Wasserfälle oder Canyons, aber schauen Sie doch selber einfach was es so gibt. 

Spanish Point Pioneer Homestead Museum

Amerikaner sind immer stolz wenn sie auf ein wenig Historie verweisen können. Die lange europäische Geschichte ist wirklich etwas, was man den Leuten von der anderen Seite des grossen Teichs verübeln könnte. Zum Glück gibt es den Historic Spanish Point in Osprey. Der könnte es reissen.


Vor vielen tausend Jahren bevölkerten native Americans die Gegend. Die Timucuas und die Calusas waren zwei Indianerstämme, die, zumindest zeitweise, die Westküste Floridas als ihre Heimat ansahen. Dort lebten und jagten sie relativ unbekümmert bis...naja, Sie wissen schon was dann passierte. 


Sie liebten Meeresfrüchte und hinterließen daher riesige Hügel mit Muscheln und Schalen von Krustentieren. "Shell Mounds" nennt man diese "Minigebirge", und Forscher freuen sich immer wenn sie einen solchen Haufen finden, denn meist sind auch noch andere Artifakte in den Schalenhügeln erhalten, die Rückschlüsse auf das Leben der Indianer zulassen. 


Solche "prehistoric shell mounds" sind unter anderem in Historic Spanish Point zu besichtigen. Aber, damit ist "der Point" noch nicht am Ende. Zumal man sich beim Betrachten dieser Erdhügel vorkommt wie in einer Galerie mit moderner Kunst. Es bleibt zumindest viel Raum für Interpretation. Vorsicht! Teenager kann man mit sowas kaum begeistern. 


Erste europäische Siedler kamen relativ früh nach Osprey. Die ersten Unterkünfte waren so primitiv, dass sie dem Lauf der Geschichte zum Opfer fielen. Einige Gebäude aus dem 19. Jahrundert sind zum Glück erhalten geblieben. Sie wurden zerlegt, zum Spanish Point geschafft und dort wieder aufgebaut. 


Neben dem Museumsgebäude kann man jetzt eine alte Kirche, ein Cirtus Packing Haus und einen alten Boatyard anschauen. Interessant ist es schon, wenn man sich vorstellt, wie eine 8- köpfige Familie in einem 60 qm Haus, ohne fliessend Wasser und Klimaanlage, vor sich hingeschwitzt hat. Aber sie hatten zumindest ein Dach über dem Kopf, und dafür war man dankbar.

Oscar Scherer State Park

Wer Natur mag, der kommt an Floridas State Parks nicht vorbei. "The Elephant in the Room" ist natürlich der Myakka State Park, ca. 50 Meilen weiter im Landesinneren, aber der Oskar Scherer ist auch nicht zu verachten. Es ist der einzige Park, der sich innerhalb einer dicht besiedelten Umgebung erhalten konnte. Verschiedene Wanderwege führen durch den Park, wobei der längste Weg den Hiker für gute 60 Minuten beschäftigt. 

 
Swim with caution
 

Der Park hat einiges zu bieten: Neben Flächen mit Pinienwäldern gibt es Gras- und Buschsteppen, Laubwälder und einen Pfad, der sich paralell zum South Creek durch die Landschaft schlängelt. Besucher des Parks können Angeln, Kajaken, Campen, unter schattigen Bäumen grillen, oder einfach die Natur geniessen. Wer mit Alligatoren schwimmen möchte, kann auch das tun. Man bekommt im Oskar Scherrer Park zumindest einen Eindruck, wie es in Florida vor hunderten von Jahren ausgesehen haben könnte.

Blackburn Point Swing Bridge

Blackburn Point Bridge

Wer mit seinem Auto nach Casey Key will, der muß  zwangsläufig eine Brücke queren. Zwei gibt es nach Casey Key, wobei die südliche Brücke eine moderne Zugbrücke ist. Die nördliche Blackburn Point Bridge ist dagegen ein Stück Geschichte. 1925 wurde diese einspurige "Swing-Bridge" (Dreh-Brücke) über den ICW (Intracoastal Waterway) installiert. Es gibt nur noch sehr wenige solcher Brücken in Florida (oder sogar den USA), denn die meisten sind der Modernisierung zum Opfer gefallen.