Immobilienfinanzierung in Florida

Ist eine Immobilienfinanzierung in Florida möglich?

Generell "Ja", aber es sind einige Hürden zu überwinden. Foreign National Requirements: Nicht jeder Antragsteller wird die Regeln mögen, aber sie sind leider die Realität. Bedenken Sie, dass die neue und die alte Welt den Umgang mit persönlichen Finanzdaten unterschiedlich handhaben. In Deutschland ist man eher weniger geneigt "jeder Person" alle Daten in die Hand zu geben. Die Amerikaner haben nicht so große Probleme damit. "Wat mut dat mut" - wenn man ein größeres Objekt (Haus, Auto, Boot)  finanziert haben möchte, dann muss man eben da durch. 


Als "Foreign National" hat man auch keinen Credit report und der entscheidet über das finanzielle Leben oder Sterben in Amerika. Der fängt in der Regel mit der High School an und zieht sich wie ein roter Faden durchs Leben. 

Foreign National Requirements

So, was müssen Sie mitbringen: Eine Kopie des Reisepasses und des Führerscheins sind die erste Stufe. Ein Schreiben des Arbeitgebers (mit Firmenbriefkopf und in englischer Sprache verfasst), das erklärt, welche Position Sie in der Firma innehaben und wie lange Sie der Firma angehören ist eventuell der nächste Baustein zum eigenen Haus. Also: Die Job Position (Title), das Startjahr in der Firma, das Gehalt der letzten 2 Jahre und das augenblickliche Gehalt sollten darin erwähnt werden. Dieses Schreiben wird aber nicht von allen Banken gefordert. Manche begnügen sich mit dem Gehaltsnachweis der letzten Jahre. 

Selbständige und Freiberufler

Hier wird es etwas schwieriger, aber nichts ist unmöglich. Hier ist eben  der Steuerberater gefragt. Der muss dann (besser) die letzten 4 Jahre der erfolgreichen Selbständigkeit beschreiben. In der Regel werden von der Hausbank noch 2 "Credit reference letters" erwartet. Die sollten zeigen, dass man 2 Jahre lang pünktlich seine Schulden beglichen hat (in englischer Sprache natürlich, denn wer versteht hier schon Deutsch). Die Banker verlangen in den USA immer zwei "Credit Lines in good standing". Man macht sich keine Gedanken darüber, ob das in anderen Länder so oder anders gehandhabt wird. Man braucht sich nicht die Mühe machen darüber zu diskutieren. Was verlangt wird wird verlangt. 


Also, was kann man den Damen und Herren von der Bank anbieten? Eine stets pünktlich bezahlte Hypothek in Deutschland, oder ein Autokredit oder vielleicht nur die Strom-und Wasserrechnung. Es kann so einfach sein. 

Schulden und Guthaben

Der generelle Nachweis über aktuelle Schulden und Guthaben (Aktien, Sparbriefe, Lebensversicherungen) wird ebenfalls vom amerikanischen Kreditinstitut erwartet. Ab einer bestimmten Schulden/Guthaben/Einkommens-Relation wird es aber eng.  Aber, wer wollte sich schon eine Immobilie im Ausland kaufen wenn er im Heimatland bis zum Hals in Schulden steckt?  

Eigenkapital spielt immer eine große Rolle

Ja natürlich, vergessen wir nicht das Eigenkapital. Ein Ausländer bekommt keine FHA (Government backed Loan) oder VA Loan (Military). Diese Programme erlauben ein minimales Eigenkapital von 0 - 5%. DEin Ausländer kann nur eine normale Hypothek (meist speziell auf Ausländer zugeschnitten) beantragen. Die verlangen dann meist 30 - 40 % Eigenkapital. Es muss sich dabei um wirkliches, nachweisbares,  Eigenkapital handeln.  Eine Kreditkarte oder eine Leihgabe von Oma sind kein Eigenkapital. 

Finanzierung im Heimatland

Die meisten ausländischen Käufer versuchen meist lieber das Geld im Heimatland aufzutreiben. Eine Hypothekenbelastung der Immobilie in den USA ist natürlich mit einer deutschen Hypothek nicht möglich. Schon gar nicht in Florida, den die Immobilie gehört dem Immobilienbesitzer und nicht der Bank. Die Bank erhält nur ein Schriftstück, das besagt dass der Käufer das geliehene Geld zurückzuzahlen beabsichtigt (Note). 


Macht er es nicht, dann muss die Bank ihn erst  langwierig aus dem Haus rausklagen (foreclosure). In Deutschland ist die Bank im Grundbuch als "Miteigentümer" eingetragen. Da geht es relativ fix. Es gibt in den USA einige Staate (z.B. Californien) wo der Zahlungssäumige ähnlich schnell im Pappkarton unter der Brücke einzieht. 


Also: Ausgezahlte Lebensversicherungen oder Hypotheken auf das Eigenheim in Deutschland sind bewährte Lösungen. Sie können dann in den USA "cash" bezahlen. Ein "Cash-Deal" fällt übrigens erheblich günstiger beim Abschluss ("closing") aus. Keine lender fees, points,  oder überbordende Steuern. 


Das kann unter Umständen mehrere tausen Dollars einsparen. Eine Finanzierung ist relativ teuer, da mit relativ hohen Gebühren belastet. Bedenken Sie auch, dass die Zinsen generell nicht so niedrig sind, wie in Deutschland.