Don Pedro und Gasparilla Island

Genau genommen sind es noch mehrere kleine Inseln, die sich bis zum Gasparilla Sound erstrecken. Im Anschluss an Manasota Key kommen also zunächst Don Pedro und Palm Island. Der Stump Pass lässt keine Überquerung per Auto zu. Man muss die 776 und dann die Gasparilla Road in südlicher Richtung fahren. Dort kann man dann mit einer kleinen Fähre auf die Insel übersetzen. Diese Fähre ist aber sündhaft teuer, denn eigentlich will man keine Autos auf der Insel haben. Folglich lassen viele Urlauber ihre Autos auf dem Festland stehen und laufen ein wenig bis zu ihrem Feriendomizil auf der Insel.


Wer in einer autofreien Zone wohnen möchte, sei es im Urlaub oder für eine längere Zeit, der ist auf dieser Insel genau richtig. Eigentlich sind es auch 2 Inseln, Don Pedro Island und Little Gasparilla Island, getrennt voneinander durch den Don Pedro State Park in der Mitte. 


Real Estate ist unique auf diesen kleinen Inseln und sein eigenes kleines Boot zu haben ist durchaus sinnvoll. Viele Hausbesitzer, besonders auf Little Gasparilla, der südlicher gelegenen der drei Inseln, haben daher auch tatsächlich ihr eigenes Boot vor der Haustür liegen. 

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Gasparilla Island

Wenn es ein Little Gasparilla gibt, dann müsste es rein theoretisch auch ein Big Gasparilla geben, oder? Gibt es auch, nur lässt man das "Big" einfach weg. Die letzte Perle in der Kette der Barrier Islands ist Gasparilla, die ehemalige Piratenhochburg,  mit der "Hauptstadt" Boca Grande. Diese Insel ist neuerdings über eine moderne Drehbrücke zu erreichen. Der Tagespreis für eine Brückennutzung ist mit $6 etwas gewöhnungsbedürftig. Sollte man jedoch eine Immobilie auf dem wunderschönen Island erwerben gibt es natürlich Rabatt. Kein zukünftiger Pirat zahlt den Tagespreis, aber das jährliche Ticket von, zur Zeit, $780 pro Auto ist auch nicht von schlechten Eltern. 

Golfkurs, Hotel, State Park und Lighthouse

Ein Golf Kurs, ein erstklassiges Hotel (in dem übrigens die Bush-Family und andere Persönlichkeiten immer gerne Urlaub machten) und viele nette Immobilien in einem tropischen Setting machen die Insel aus. Die Mehrzahl der Insulaner  verzichtet auf der Insel auf das Auto und benutzt elektrische Golf Carts. Man ist dort also schon seit langem dem Trend weit voraus. 


Am Südende liegt der State Park mit dem historischen Lighthouse. Boca Grande Pass, wie die Wasserstraße zwischen Gasparilla und Cayo Costa genannt wird, ist tief und gefährlich. Die Strömung ist, selbst bei ruhigem, Wetter extrem. Die vielen Warnschilder lassen eigentlich keinen Raum für eigene Interpretationsmöglichkeiten zu. Wer das Lighthouse inspizieren möchte, oder wer Sonnenbaden im Sinn hat, der ist hier aber trotzdem am richtigen Platz. Zum Baden oder Schwimmen gibt es aber wirklich bessere Plätze auf der Insel. Diese Plätze liegen dann auch ausnahmslos an der Westseite, der dem Golf von Mexico zugewandten Seite. 

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Gasparilla Tarpon Tournament

Weltberühmt ist Gasparilla für das Tarpon Tournament, denn der Boca Grande Pass gilt als einer der besten "tarpon fishing spots." Einmal im Jahr kommen also professionelle "Fishermen" (oder "Fisherwomen") aus der ganzen Welt zusammen, um zu zeigen, dass sie schlauer und stärker sind als ein Fisch. Wer dann den größten und schwersten Tarpon an Land gezogen hat ist üblicherweise der Sieger. Die Fische werden anschließend wieder ausgesetzt da Tarpon  "schwer verdaulich"  und voller Gräten sind. Auch dieser Fisch hat offensichtlich eine gute Strategie entwickelt um zu überleben. Aber Haie fressen ihn trotzdem. Denen sind die Gräten egal. So mancher rekordverdächtige Tarpon verschwand plötzlich vom Haken, denn auch Haie leben in Boca Grande Pass. Davon sogar eine Menge. 


Der bis zu einer Stunde dauernde Machtkampf macht nicht nur den Anglern sondern auch den Fischen schwer zu schaffen. Die gestressten Tiere werden dann aber nach dem Wiegen wieder langsam und vorsichtig in ihr Element entlassen. Wie viele diese Tortour nicht überleben weiß niemand, aber Fische haben sowieso keine Lobby. 


Der Spaß an diesem Wettbewerb erscheint schon ein wenig einseitig, aber zumindest bekommt der Fisch hinterher auch seine Chance und wird nicht filetiert. Bei der Großwildsafari in Afrika lässt der Akteur am anderen Ende des Zielfernrohres keine Gnade walten. Also sollte man sich als Fisch, zumindest als Tarpon, auch nicht beschweren. Life happens.